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Start der 24h Leipzig 2013

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Laps Kartcenter by WWH gewinnt die 24h von Leipzig

Laps Kartcenter by WWH
Laps Kartcenter by WWH

Gesamtsieger der diesjährigen 24 Stunden von Leipzig vom 28. bis 30. Januar 2011 wurde nach 1.605 Runden das Team Laps Kartcenter by WWH. Am Ende setzte man sich sehr knapp gegen Need for Speed Team Schubert Motorsport durch. Nur 6,905 Sekunden trennten die Erstplatzierten. Auf Platz drei kam das Daytona Racing Team mit einem starken Schlussspurt.

Die „Blaue Hölle von Leipzig“ sah wohl das spannendste Rennen in ihrer noch jungen Geschichte. Die Frage nach dem Sieger war erst beantwortet als Rennleiter Werner Aichinger die Zielflagge schwenkte. Davor hätte man nicht unbedingt eine sichere Wette abschließen dürfen. Und als Need for Speed-Teamchef Stefan Wendl später „von einem verdienten Sieger“ sprach, da untertrieb er mit der Leistung seines Teams. In allen anderen Jahren wäre man mit dieser Performance ganz sicher ganz oben auf das Podium gekommen!

Schon im Freien Training am Samstagmorgen purzelten die Zeiten reihenweise. Zwar gab es schon am Donnerstag und Freitag die Möglichkeit Testrunden auf der Indoor-Kartbahn in Leipzig-Dölzig zu drehen, doch natürlich nutzten die Teams die Chance die ersten Runden mit den neuen Sodi-Karts zu fahren. Und um es vorweg zu nehmen: Die Karts waren bestens vorbereitet. Die Toleranzen lagen im unteren Zehntel-Bereich. Es gab über die gesamte Veranstaltung nur einen einzigen Defekt mit einer verschobenen Hinterachse. Dazu musste beim Pflichtboxenstopp zwischen 2.00 und 4.00 Uhr ein Benzinschlauch mit einem Kabelbinder fixiert werden. Das war es dann schon.

Im Qualifying ging es dann um die begehrte Pole Position. In diesem Jahr gab es von KTM X-Bow auf Initiative von Markus Lungstrass auch noch einen Sonderpreis für die Bestzeit: Eine Racing Watch von KTM. Diese ging an Marcel Schlenker von Need for Speed Team Schubert mit 52.463 Sekunden. Dahinter war es Stephan Epp (Laps Kartcenter by WWH) mit 52.510 und Christopher Mies (GK Motorsport) mit 52.556. Formel Gloria by MXL folgten mit Dennis Höller. Platz fünf an Formula BMW Talent Cup

Nach der Nationalhymne und einem Feuerwerk startete Werner Aichinger um 14.00 Uhr das Rennen. Und es war der beste Start der bisherigen Geschichte. Ohne große Probleme gingen die Karts in die erste Kurve.

Was dann über die nächsten 24 Stunden folgte war kein Langstreckenrennen, sondern mehr ein Sprint. Die Zeiten lagen jederzeit eng zusammen und die Spitze wechselte sich ab. Need for Speed Team Schubert und Laps Kartcenter by WWH schenkten sich nichts. Dahinter waren die Schwesterteams von GK Motorsport und Formula BMW Talent Cup im Clinch mit Daytona Racing und Formel Gloria.

Daytona Racing konnte zum Schluss den dritten Platz erobern, da man eine mehr als starke zweite Rennhälfte fuhr. Ab 1.00 Uhr in der Nacht lauerte Teamchef Helmut Huber auf seine Chance und am Ende kam man tatsächlich noch auf das Podest. Aber auch, weil das Team Formula BMW Talent Cup noch eine Fahrtzeitüberschreitung hatte, die sie auf Platz vier katapultierte.

Stimmen nach dem Rennen

Andy Kopka (Teamchef Laps Kartcenter by WWH):  "Was soll ich sagen. Wir sind super zufrieden. Der Sieg war eine klasse Teamleistung. Wir haben trotz kleinerer Rückschläge nie aufgegeben und immer daran geglaubt. Als wir knapp zweieinhalb Stunden von Schluß noch eine Durchfahrtstrafe hatten, mussen wir noch einmal zulegen. Es war eine bestens organisierte Veranstaltung. Ich bin jetzt im dritten Jahr dabei. So gut war es noch nie. Nicht, weil wir gewonnen haben, sondern auch vom ganzen Niveau her. Es war jederzeit richtig knapp. Wir gehen jetzt 2012 als Titelverteidiger ins Rennen."

Stefan Wendl (Teamchef Need for Speed Team Schubert): Eine fantastische Veranstaltung. So eine Art Rennen habe ich noch nie erlebt. Es war sooo eng. Das machte es interessant aber auch anstrengend. Man konnte sich nie erholen. Wir wollten den Titel verteidigen. Schade, dass wir es nicht geschafft haben. ABER die Besseren haben gewonnen. Das will ich hier auch mal sagen. Kompliment an Laps Kartcenter. Wir freuen uns über Platz zwei, auch weil wir viel Spaß hatten."

Helmut Huber (Teamchef Daytona Racing Team): "Das lief für uns besser wie erwartet. Wir wollten in die Top 5 und haben es tatsächlich auf das Podium geschafft. Durch unsere Strategie und ohne Fehler konnten wir die etablierten Teams etwas ärgern. Für Platz 1 und Platz 2 hat es nicht gereicht, da dieses Duo auf einem anderen Niveau fuhr. Wir haben nach Mitternacht gemerkt, dass Platz 3 im Bereich des Möglichen liegt. Und dann wollten wir auch die Chance ergreifen. Die Veranstaltung ist toll. Es gibt überhaupt nichts auszusetzen."

Niklas Königbauer (Formula BMW Team Cup): " Es lief von Anfang an nicht so ganz rund bei uns. Aber wir haben uns zurück gekämpft. Was soll ich sagen. Platz drei war in Reichweite. Aber ein Fahrer von uns konnte einfach nicht mehr und so gab es eine Fahrtzeitüberschreitung. Das wurde in der Teamchefbesprechung klar angesprochen und wir akzeptieren die Strafe. Trotzdem hat es ganz großen Spaß gemacht und die Jungs hatten eine Riesenfreude."

Jürgen Fübrich (Formel Gloria by MXL): "Das war klasse. Seit Freitag hatten wir ein tolles Event. Sportlich hätten wir vielleicht noch Platz fünf erreichen können, aber das ist am Ende auch egal. Auch weil Platz sechs für unser kurzfristig zusammen gestelltes Team einfach toll ist. Alle hatten Spaß. Die Fahrer fuhren aber ihrem zweiten Stint immer besser und wir haben insgesamt nur zwei Verwarnungen bekommen, da wir in der Box etwas schneller als Schrittgeschwindigkeit waren. Wir wollen nächstes Jahr wieder dabei sein."

Alfred Mangelberger (Teamchef Weitracon): "Einfach nur super! Wir sind sehr zufrieden. Im ersten Jahr waren wir 14. und jetzt auf Platz sieben mit einer super Fahrer- und Teamleistung. Das war eine tolle Steigerung. Wir haben keine Indoor-Profis bei uns und konnten zeigen, dass es auch so gut klappt und wir Spaß hatten. Danke an die Veranstalter. Wir kommen gerne nach Leipzig. Und auch ein Wort zu den Sodi-Karts: Diese Leistungsdichte ist einmalig. Besser kann man einen Veranstaltung und Karts nicht vorbereiten."

Martin Knapp (Teamchef Schulze Motorsport): "Ein sehr hartes und enges Rennen. Die Leistungsdichte ist enorm. Das haben sicherlich alle gesagt und es stimmte noch nie so wie heute. Unsere Platzierung mit Rang acht ist sehr gut. Mehr war für uns nicht möglich. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei."

Daniel Ostermann (PTO Racing): "Mission erfüllt. Top 10 wollten wir und Neunter sind wir geworden. Klar, ich hätte es gerne noch einen Tick weiter nach vorne geschafft, aber das Team hat einen tollen Fortschritt gemacht. Wir haben super zusammen gearbeitet und wir hatten jederzeit eine Menge Spaß. Jetzt hoffen wir 2012 auf eine Resultatsverbesserung für uns."

Mike Scherr (Goldtimer SpeedClub): „Wir waren das erste Mal dabei und es hat uns super gut gefallen. Der Spaßfaktor auf einer Skala von eins bis zehn war ganz klar eine Zehn. Ein ganz großes Lob müssen wir der Organisation aussprechen, die einen Spitzenjob gemacht hat. 2012 sind wir auf jeden Fall wieder dabei, immerhin wollen wir unseren zehnten Platz von diesem Jahr verbessern!“


Endergebnis nach 24 Stunden

  1. Laps Kartcenter by WWH - 1605 laps
  2. Need for Speed Team Schubert - + 6.905
  3. Daytona Racing Team - 1595 laps
  4. Formula BMW Talent Cup - + 13.373
  5. GK Motorsport -1591 laps
  6. Formel Gloria by Motorsport XL - 1590 laps
  7. Weitracon - 1588 laps
  8. Schulze Motorsport - 1581 laps
  9. PTO Racing - 1579 laps
10. Goldtimer SpeedClub - 1572 laps
11. RF Racing - 1568 laps
12. Krauth Motorsport - 1562 laps
13. CARTteam.de - 1560 laps
14. 10for Racing - + 3.247
15. Kartworld Salzburg - + 12.569
16. Neuhauser Racing - 1552 laps
17. DEKRA Lady Power - 1549 laps
18. Koopa Troopers - 1538 laps